Wenn ein Kind sich verletzt, enttäuscht, wütend oder aufgeregt ist reagieren wir oft so, dass wir das Kind stärken oder ablenken wollen, indem wir z.B. sagen: “ist doch nicht so schlimm” oder: “gestern hattest du doch noch so viel Spaß mit ihm/ihr, wieso streitet ihr denn? Wollen wir ein Eis essen?” oder: “du schaffst das schon, du hast doch so toll geübt” oder: “willst du das Spielzeug haben?”.
Jedes Kind möchte ernst genommen und gehört werden und das schaffen wir, indem wir ihm auf Augenhöhe begegnen (im Wahrsten Sinne des Wortes) und seine/ihre Situation ernst nehmen. Wir sagen ihnen nicht, wie sie sich fühlen sollen oder lenken sie ab, sondern zeigen ihm/ihr, dass wir das Gefühl verstehen. Z.B. können wir dann so reagieren: “oh, wo hast du dir denn weh getan, du bist ja so schnell gefahren.” oder: “es ist doch ganz normal, dass du vor einer neuen Situation aufgeregt bist, das geht doch jedem so.” oder: “gibt es etwas, das dir jetzt gut tun könnte?”.
Jedes Gefühl hat seine Berechtigung und soll ernst genommen werden. Dann kann gemeinsam an Lösungen oder Möglichkeiten gearbeitet werden, wie es dem Kind besser geht.
Ziel: Umgang mit Gefühlen. Impulskontrolle. Selbstbewusstsein. Gefühle verarbeiten.