Ausgangssituation:
Ziel ist es, eine für alle verständliche Roboter-Bedienungsanleitung zu entwickeln, so dass alle in der Lage sind, die Roboter später zu navigieren. Hier gibt es die Möglichkeit, eine ganz eigene Bedienung mit den Kindern festzulegen und zu erfinden (so dass sie an dem Prozess beteiligt sind) oder als Spielleitung (evtl. bei Zeitknappheit) den Kindern eine Sprache vorzugeben.
Ideen für die Robotersprache:
Eine mögliche Bedienung für den Roboter könnte sein:
- Das An- und Ausschalten funktioniert zwischen den Schulterblättern.
- Klopfen auf die Schulter = der Roboter geht geradeaus.
- 1x Klopfen auf den rechten Oberarm = der Roboter steuert 90° nach rechts.
- 2x Klopfen auf den rechten Oberarm = 180°-Drehung (rechts herum). Das Gleiche gilt für die linke Seite.
- Klopfen auf den äußeren Oberschenkel des jeweiligen Beines = das Bein hebt sich (z.B. für Stufe oder Hindernis).
- Je nach Aufnahmefähigkeit der Kinder können noch die Funktionen “langsam gehen” oder “1. Gang” mit 1x Klopfen auf die Schulter und “schnell gehen” oder “2. Gang” mit 2x Klopfen eingebaut werden.
- Die Körperteile oder Stellen für die “Knöpfe” können z.B. mit Stickern gekennzeichnet werden.
Durchführung:
Schritt 1:
Die Spielleitung erfindet mit der Gruppe eine Robotersprache. Der Roboter soll fähig sein:
- Eingeschaltet (dabei noch still stehen) & ausgeschaltet zu werden
- Gerade aus zu gehen
- Rechts/links abzubiegen
- Sich 180° zu drehen
- Hindernisse zu überwinden
- Stehen zu bleiben
Schritt 2:
Wenn alle der Roboter-Sprache mächtig sind, gehen immer zwei Kids gemeinsam los, wobei einer der beiden den Roboter, der andere den Ingenieur darstellt. Der Roboter macht immer das, was ihm in Computersprache vorgegeben wird. Er versteht nichts anderes. Nach ein paar Minuten tauschen die Kinder ihre Rollen.
Schritt 3:
Jetzt steckt die Spielleitung ein kleines Spielfeld von ca. 5×5 Metern ab. Die Kinder, die nicht an der Reihe sind, stellen sich an den Rand, um bei Bedarf fehlgeleitete Roboter aufzuhalten.
Nun gehen drei Kinder ins Feld: zwei von ihnen stellen Roboter dar, die sich jeweils in eine unterschiedliche Ecke begeben. Der Dritte im Bunde ist der Ingenieur. Dessen Aufgabe ist erfüllt, wenn die beiden Roboter nah Rücken an Rücken stehen und abgeschaltet sind.
Mögliche Fragen für eine Diskussion im Anschluss:
- Wann hat es gut geklappt den Roboter zu navigieren? Wann konnte der Ingenieur ruhig bleiben? Gab es Momente in denen es schwer war die Ruhe zu bewahren? Warum? Wie hat sich das geäußert?
- Konnten die Kinder immer respektvoll und freundlich miteinander umgehen? Wenn nicht, wann war es schwierig?
- Warum ist es schwierig mit einem Roboter umzugehen?
- Wie kann man in stressigen Situation die Ruhe bewahren?
Ziel: Impulskontrolle. Umgang mit Stress. Focus, Konzentration und Durchsetzungsvermögen. Kooperations- und Teamfähigkeit.